Rezension

Klassische Thriller-Unterhaltung á la Kepler

Spinnennetz -

Spinnennetz
von Lars Kepler

Bewertet mit 4 Sternen

Dieses Buch ist Band 9 in der Reihe mit Joona Linna, dem finnischstämmigen Kommissar der Stockholmer Einsatzgruppe NOA. Ich kenne nicht alle, aber einige und kann sagen, dass für sich genommen alle grundsätzlich immer spannend (und nicht zu 100 Prozent immer logisch) sind.

Es gibt eine Entwicklung der Figuren und einen Handlungsbogen über die Serie. “Spinnennetz” ist nun aber ein wenig anders. Joona und seine Kollegen haben es mit einem neuen Gegenspieler zu tun und dieser ist sogar so dreist, die Taten vorher anzukündigen.

Die Polizei verfängt sich gewissermaßen im Netz des Täters und wird zum Spielball. Der Tatort gibt keine Rückschlüsse auf den Täter oder die Täterin oder auch, ob es mehrere Personen sind. Nach und nach sammelt sich zwar einiges an Material an, aber niemand kann sich einen Reim darauf machen.

Eines steht fest: Die gesuchte Person scheint über alles Bescheid zu wissen und auch jeden Schritt der Ermittler vorherzusehen. Und - sie scheint hinter Joona persönlich her zu sein.

Nicht nur der Täter, auch die Autoren stricken hier ein Netz, bei dem man sich mit jeder neuen Seite wieder fragt, wie sie da wieder herauskommen werden. Das Tempo und die teilweise sehr genauen Details sind auch hier wieder klassisch “Kepler-like”.

Auch, wie erwähnt, nicht alles wird wissenschaftlich belegbar sein, was im Thriller passiert und es gibt ein paar sehr nervenaufreibende Momente. Bei Lars Kepler kann man sich also immer sicher sein, dass es packende Geschichten und viel Action gibt, allerdings abseits dieser Pfade kaum Überraschungen.