Rezension

Ein begeisterndes Buch über Bücher

Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra
von Robin Sloan

Bewertet mit 4 Sternen

Kurzbeschreibung: 
Als Clay Jannon seinen Job als Webdesigner verliert, meldet er sich auf eine Stellenanzeige hin bei Mr. Penumbra, der in San Francisco eine alte, verstaubte Buchhandlung betreibt, die rund um die Uhr geöffnet ist. Clay übernimmt die Nachtschicht, und bald ist ihm klar, dass hier irgendetwas nicht stimmt: Die Kunden kaufen nichts, sondern leihen die Bücher nur aus, drei Stockwerke hohe Regale beherbergen riesige Folianten, die keine Texte beinhalten, sondern nur ellenlange Reihen aus Buchstaben. Nach und nach findet Clay heraus, dass Mr. Penumbra und seine Kunden einem uralten Geheimnis auf der Spur sind. Mit der Unterstützung seiner Freundin Kat und seines ältesten Kumpels Neel, sowie der Weisheit von Mr. Penumbra, macht sich Clay daran, dieses Geheimnis zu lüften. Ein Geheimnis, das bis in die Anfangszeiten des Buchdrucks zurückreicht. *Quelle*

Zum Autor: 
Robin Sloan wurde 1979 in der Nähe von Detroit geboren und hat an der Michigan State University Wirtschaftswissenschaften studiert. Er hat für Twitter und verschiedene andere Onlineplattformen gearbeitet und schreibt gerade an einem neuen Roman. Er lebt in San Francisco.

Meinung: 
Der arbeitslose Clay Jannon ist auf der Suche nach einem neuen Job. Zufällig kommt er an der Buchhandlung von Mr. Penumbra vorbei, der noch einen Verkäufer für die Nachtschicht sucht, da sein Laden 24 Stunden rund um die Uhr geöffnet hat. Clay bekommt den Job, doch hat er nicht viel zu tun. Es verirren sich nicht viele Kunden in den Laden, vor allem nachts nicht. 

Nur ein paar ältere Leute tauchen immer wieder auf. Doch diese kaufen keine Bücher, sondern leihen welche aus. Dabei machen sie einen sehr hektischen Eindruck. Clay wird dies alles immer suspekter und so beschließt er, zusammen mit seinen Freunden Kat, Neel und Mat herauszufinden, was es mit diesen geheimnisvollen Personen und den Büchern, die sie ausleihen, auf sich hat...

Mit Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra liefert Robin Sloan seinen Debütroman ab. Die Geschichte beginnt gemächlich, man lernt in aller Ruhe die Hauptperson Clay näher kennen und die Gründe, warum er als doch recht fähiger Webdesigner arbeitslos ist und händeringend nach einem neuen Job sucht. Er besticht durch seine oft humorigen Ansichten, aber auch das Interesse an den geheimnisvollen Büchern.

Seine Freundin Kat, die er in der Buchhandlung kennenlernt, ist eher das Gegenteil. Sie arbeitet bei Google, ist technisch sehr versiert und überlässt nichts dem Zufall, sondern den Computern. Den runden Abschluss der Charaktere bilden Mr. Penumbra, der Besitzer der Buchhandlung, der anfangs mysteriös erscheint, und Clays nerdige Freunde Neel und Mat.

Robin Sloans Schreibstil konnte mich von Anfang an begeistern, da er viele humorvolle Szenen mit ernsthafteren abwechselt und mit seinem Buch auch eine Reminiszenz an die Papierbücher abliefert. Aber auch die moderne Technik kommt nicht zu knapp: Von E-Readern ist genauso die Rede wie von schon für uns alltäglichen Dingen wie Google und anderen großen computeraffinen Firmen.

Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra konnte mich sehr gut unterhalten, auch wenn mir ein klein wenig mehr Spannung gefehlt hat. Die Geschichte schließt stimmig ab und auch das Kernthema konnte mich begeistern. Wer Bücher liebt, sollte diesen Roman gelesen haben!

Fazit: 
Ein begeisterndes Buch über Bücher und Geheimbünde, das vor allem die heutige Technik in Augenschein nimmt, aber auch die Entstehung des Buchdrucks nicht außer Acht lässt.