Rezension

definitiv mein letzter Jugendthriller von Strobel

Schlusstakt - Arno Strobel

Schlusstakt
von Arno Strobel

Bewertet mit 2 Sternen

Vicky wird mit mehreren anderen Jugendlichen und einem Fernsehteam auf eine einsame Insel gebracht, um in verschiedenen Phasen den Gewinner einer Gesangshow zu ermitteln.
Doch auf der Insel angekommen, wird der Umgangston rauer und die Teilnehmer fliegen scheinbar willkürlich raus. Und als Krönung des Ganzen stirbt auch noch eine Teilnehmerin.

Nachdem ich von "Abgründig" schon nicht sonderlich begeistert war, wollte ich Arno Strobels zweitem Jugendthriller dennoch eine Chance geben. Doch auch dieses Mal konnte er mich damit nicht überzeugen. Die Sprache ist ziemlich einfach und kindlich gehalten und die Geschichte weist auch deutliche Schwächen auf.

Die Protagonistin Vicky hat keine Tiefe und ist, wie die anderen Charaktere, ziemlich langweilig und unscheinbar. Sie ist wie ein Fähnchen im Wind. Im einen Moment ist sie fest entschlossen sich gegen die Regeln des Showbusiness aufzulehnen und ich nächsten Moment wird sie mit der blödesten Aussage wieder umgestimmt.
Das Fernsehteam spielt so offensichtlich ein falsches Spiel, dass es schon beinahe weh tut.

Strobel versucht mit eingestreuten Kapiteln (kursiv geschrieben) einen Hintergrund zu einer vermeintlich wichtigen Person zu konstruieren. Was es damit auf sich hat, wird auch erst am Ende klar, genau so, wie man bis zum Ende im Dunkeln tappt, was den Täter anging. Alles ist einfach viel zu schlecht durchdacht und scheint wie mal eben schnell runtergeschrieben.

So gut ich seine Thriller finde, so schlecht sind seine Jugendbücher. Ich bin zwar schon etwas älter, aber es gibt genügend Jugendbücher, die mich überzeugen und die ich mit Begeisterung gelesen habe. Arno Strobels Jugendbücher sind unausgearbeitet und ziemlich einfach gestrickt. Somit wird dies mein vorerst letzter Jugendthriller von ihm sein.