Rezension

Sehr guter Schreibstil, trotz seinen Längen gute Fantasy

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia -

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia
von Roseanne A. Brown

Bewertet mit 4.5 Sternen

Was würdest du tun, um deine Schwester zu retten? Mit dieser Frage kämpft der Hauptcharakter dieses Buches. Wie kann er verhindern sich selbst zu verlieren, ohne sich durch das was er Tun muss selbst zu verlieren? Besonders der Schreibstil gefällt mir. Ebenso die Story und die Welt. Auch das Cover ist mal etwas ganz anderes. Zweimal musste ich mich daran hindern, es aus der Hand zu legen. Aber woran genau das lag, kann ich nicht sagen. Ansonsten war es super spannend und gut zu lesen.

Was würdest du tun, um deine Schwester zu retten?

Diese Frage muss der Hauptcharakter für sich beantworten. Wenn er nichts tut, wird seine Schwester sterben, die er großgezogen hat. Doch wenn er tut was von ihm verlangt wird, wird er sich dann selber verlieren? 

Beim Versuch sein Bestes zu geben, lernt er seine Fähigkeiten zu Schätzen und sich selbst besser Kennen. Immer wieder ringt er mit sich, ohne dabei zu Ahnen, dass die Person die er Töten muss, selbst mit einer ähnlichen Frage zu kämpfen hat. Und wieder stellt sich die Frage, was würdest du alles tun, wenn du die Möglichkeit hättest, einen geliebten gestorbenen Menschen zurückzuholen? 

Diese Fragen beschäftigen die beiden Hauptpersonen dieses Buches, die verschiedener nicht sein könnten. Er, der junge aus der armen Region, die von den anderen Völkern unterdrückt wird. Er, der seine Herkunft nicht zu erkennen geben darf, weil seinesgleichen in  der Hauptstadt nur als Sklaven willkommen sind.  Sie, die niemals Königin sein wollte und nun durch den Verlust ihrer Schwester und Mutter dazu gezwungen wird. Sie, die von ihrem eigenen Rat hintergangen wird und der die Zustände in ihrem Land völlig unbekannt sind. Sie, die um jeden Preis die in ihren Augen wahre Königin von den Toten zurückholen will. Um jeden Preis? Auch um den des Lebens des netten Champions, den sie aufgrund seiner Nächstenliebe und seines magisches Talent viel zu gern zu haben scheint.     So spannt sich die Geschichte, die in einer fabelhaft ausgestalteten anderen Welt spielt immer weiter.

Positiv hervorzuheben ist der gute Schreibstil, der die ganze Geschichte durchzieht und das Buch gut lesbar macht. Da habe ich schon ganz anderes erlebt :D. Ich kann den Grund nicht benennen, aber am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte hinein zu kommen, weil es etwas dauerte, bis klar wurde, worum es geht. Allerdings nicht sooo viele Seiten. Auch mittendrin hatte ich nochmal einen Hänger, weil der Spannungsbogen etwas nachließ. Aber im Gegensatz zu anderen Büchern kann ich auch hier den Grund nicht benennen, mag subjektiv gewesen sein. Insgesamt also sehr zu empfehlen. Gute Fantasy und die Autorin hat es geschafft, eine ganz unbekannte neue Welt zu erschaffen, mit mir bis dahin unbekannten Gottheiten und Geschichten dahinter.