Rezension

Die vielen kleinen Schwächen stören die Freude beim Lesen

Die fünf Leben der Daisy West - Cat Patrick

Die fünf Leben der Daisy West
von Cat Patrick

Bewertet mit 3.5 Sternen

Ich kann diese Buch jedoch echt allen Jugendlichen empfehlen, die ohne Erwartungen an dieses Buch rangehen, da es sonst enttäuschen könnte. Außerdem ist es für jeden etwas, der sich mal nach etwas anderem sehnt.

Die Autorin hat einen ziemlich frischen Schreibstil. Aber schließlich ist das nicht ihr erstes Jugendbuch. Sie schreibt ziemlich angenehm und man lässt sich schnell mitreißen von dem Jugendlichen Schreibstil. Jedoch muss man auch sagen, dass der Schreibstil nichts besonderes ist und auch nicht aus der Menge hervorsticht.

Zudem waren die Charaktere, vor allem Daisy total liebenswert, jedoch hat mir auch hier etwas ganz besonderes an ihrem Charakter gefehlt, denn ich fand sie wirklich toll und meistens auch mutig, mitfühlend und sympatisch, ich fand es aber schade, dass sie sich so "normal" verhalten musste, sich so gewöhnlich verhalten hat, auch wenn sie es auf gar keinen Fall ist. Allein schon der Name ist nun wirklich kein Allerwelts-Name.

Jedoch fand ich die Darstellung von Daisys Gefühle echt toll, ich war sofort mit Daisy's einen Draht zu Daisys Gefühlen, weil sie total nachvollziehbar waren. Jedoch waren sie hier wieder total gewöhnlich für so ein ungewöhnliches Mädchen.

Aber eigentlich ist mir Matt am meistens ins Herz gewachsen, er war wirklich süß und verletzlich und letztendlich war er zwar auch oft bockig und gab Daisy die Schuld für etwas, für das sie echt nichts kann, aber zum Ende hin war er doch wieder der alte.

Aber auch Audrey hat mich berührt, auch wenn ich mir ein bisschen mehr gewünscht vor ihr gewünscht hätte. Aber ich hatte schon immer eine Schwäche für krebskranke Teenies, denn so ein Schicksal ist ziemlich hart. Und jedes mal finde ich sie total sympatisch und muss bei ihrem Tod weinen obwohl ich weiß, dass es passiert.

Schade fand ich eigentlich wirklich, dass es ab und zu Denkfehler gab, die entweder beabsichtigt waren oder auch nicht, jedenfalls kamen sie mir komisch vor und ich habe mich des öfteren gewundert und manches nicht verstanden.

Somit muss ich sagen, dass man mehr aus dieser Idee hätte machen können. Ich weiß nämlich nicht was die Autorin genau schreiben wollte, eine Liebesgeschichte, eine traurige Geschichte um den Tod oder eine Aussicht auf die Zukunft, die ich nicht als Dystopie bezeichnen kann, da vieles so zu sein scheint wie heute auch noch. Es gibt so viele Handlungen, die die Autorin in das Buch rein gebracht hat. Mir wäre es lieber gewesen, sie hätte sie auf eines der Themen fokusiert, und so weniger Denkfehler reingebracht.

Oft musste man auch wechseln von der Liebesgeschichte, die zu Anfang wirklich total liebenswert war, zu den Geheimnissen und Intrigen des Revive-Projekts, was manchmal echt zu schnell ging.

 

Fazit:

Also als Daisy gleich im ersten Kapitel gestorben ist war ich erstmal total perplex und konnte es nicht glauben. Jedoch habe ich mich trotzdem total gut in das Buch eingefunden, wobei mir die einfachen und sehr nachvollziehbaren Gedankengänge sehr geholfen haben.

Schon von Anfang an fand ich die Idee mit Revive total interessant, doch hätte ich mich gefreut, wenn die Autorin ein bisschen mehr aus Daisy's fünf Leben eingegangen wäre. Bei was oder besser gesagt wem ich nicht schlecht staumte, war Gott. Ich meine ein wenig komisch ist es schon jemanden Gott zu nennen und ehrlich gesagt konnte ich mich bis zum Ende nicht daran gewöhnen.

Und da komm ich auch schon zum nächsten Punkt, die Geschichte kam für mich viel zu schnell zum Ende, und nicht nur die, sondern auch die einzelnen Handlungen, denn ehe ich mich versah, war auch schon das Ende da. Und dadurch, dass sich das Buch ziemlich flüssig lesen lies wurde das ganze noch um einiges beschleunigt.

Gefehlt haben mir also die Details, die, wie ich finde, total vergessen wurden.

Die Geschichte von Daisy West ist wirklich nett für zwischen durch und es ist auch eine ziemlich interessant Kurzgeschichte, jedoch fehlt das Gewisse etwas, dass das Buch ins Gedächtnis einbrennt, obwohl sie manches mit ihrem liebenswerten Protagonisten wett machen konnte.