Rezension

Die letzte Reise

Eine Liebe ohne Winter
von Carrie Hope Fletcher

Bewertet mit 5 Sternen

„All die Kleinigkeiten zusammengenommen haben mich zu der gemacht, die ich bin. Wenn nichts davon passiert wäre, hätte ich ein viel schlimmeres Leben haben können, als es der Fall war. Deshalb würde ich, trotz des Herzeleids, des Scheiterns und der Geheimnisse, nichts ändern, wenn man mir die Chance geben würde, in die Vergangenheit zu reisen. Noch nicht einmal eine Sekunde.“

Evie Snow ist tot. Doch sie findet sich nicht im Himmel wieder, sondern in dem Haus, in dem sie ein Jahr lang lebte, als sie 27 war und sich ihren Eltern widersetzte. Hier ist das „Wartezimmer zum Leben nach dem Tod“ und Evie muss erst noch ein paar Dinge zurechtrücken, bevor sie mit diesem Leben abschließen kann. In diesem Haus in Appartement 72 war sie glücklich mit Vincent, einem Straßenmusiker, den ihre reichen Eltern allerdings nie akzeptieren werden. Das Ultimatum ihrer Mutter war, dass sie sich ein Jahr selbst probieren kann, denn Evie möchte als Künstlerin Karriere machen, während ihre Eltern nur eine Ehe mit einem von ihnen ausgesuchten jungen Mann für die Zukunft ihrer Tochter akzeptieren werden.

Die Beziehung zwischen Evie und Vincent ist so lieblich und süß, dass ich mich gar nicht sattlesen konnte. Ich habe die beiden sehr gerne bei ihrem sorglosen Leben begleitet, ahnte jedoch, dass es keine Zukunft für sie gibt. Evies Reisen nach ihrem Tod waren spannend und schön zu verfolgen, denn ihre Kinder entdeckten Dinge aus dem Leben ihrer Mutter, die sie nicht für möglich gehalten haben. Und Evies letzte Reise und das Finale des Buches … ach je, romantisch und schön!

Das Buch hat mir gut gefallen, weil viel Magie darin vorkommt, ohne dass das Buch in eine Fantasy-Ecke abrutscht. Eine wunderschöne Reise zur großen Liebe.

„Dich zu verlieren bedeutet, alles zu verlieren, was ich je wollte, doch dich zu haben bedeutet, alles zu verlieren, was ich je hatte.“