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Buchcover von "Der Klang von fallendem Schnee" vor weißem Hintergrund

Leseentwicklung

Das Buch, das Dich zum Leser machte

Im Prinzip gibt es nur zwei Wege, auf denen man zum leidenschaftlichen Leser wird: Entweder, man hat seit Kindertagen schon immer gerne gelesen oder es begegnet einem irgendwann ein ganz besonderes Buch, das die Lust am Lesen (aufs Neue) entfacht.

Zumeist werden die Grundlagen für diese spätere Leidenschaft jedoch schon in frühester Kindheit geschaffen: Es fängt mit Pappbilderbüchern an, die im späteren Verlauf um Klappen und Schieber ergänzt werden, welche zum Entdecken einladen und zugleich die Motorik fördern. Dann folgen die Wimmelbücher, bevor es an erste (eigene) kleine Texte geht.
Aber auch das Vorlesen ist hierbei von entscheidender Bedeutung: Es trägt nicht nur dazu bei, sich dem Medium Buch ganz grundsätzlich anzunähern, sondern fördert zugleich die Fantasie, die Wahrnehmungsfähigkeit sowie die spätere Lesebefähigung des Kindes.

Der 'Immer-Leser'
Und so kommt es nicht selten vor, dass aus einem Kind, dem häufig vorgelesen wurde, übergangslos und andauernd ein leidenschaftlicher Leser/eine leidenschaftliche Leserin wird.

Der 'Wieder-Leser'
Doch das ist freilich nicht immer so. Wenn ich an meine eigene Kindheit und Jugend zurückdenke, lässt sich dort eine gehörige 'Leselücke' ausmachen: Während ich als Kind noch so viel gelesen habe, dass ich stolzer Besitzer eines Büchereiausweises war, tauschte ich meinen Platz hinter einem Buch irgendwann gegen einen Platz auf dem Fußballplatz ein, bevor daraus ein Platz vor dem Computermonitor wurde.
Was als Kind mit Asterix, Lucky Luke, Tim & Struppi, Benni Bärenstark, Spirou und Fantasio, Marsupilami usw. begann,  wurde kurze Zeit später zu TKKG, Die Drei ???, Fünf Freunde, Pizza-Bande & Co. - Und dann?! ... folgten die Computerspiele ...

So vergingen ungefähr drei bis vier Jahre, in denen ich mir überhaupt nichts mehr aus Lesen machte, bis ich - zu meinem  großen Glück - doch wieder einem Buch begegnete, das mich ansprach und neugierig machte: „Der Klang von fallendem Schnee" von Bonnie Poitras Tucker. Der Titel 'packte' mich direkt und auch der Klappentext schien mir ein Versprechen auf eine interessante, bewegende Geschichte zu sein:
Klappentext "Der Klang von Fallendem Schnee"

... und so war es dann auch. Leider wird der Titel inzwischen nicht mehr aufgelegt, aber natürlich habe ich meine Ausgabe dieses Buches bis heute sorgsam aufbewahrt.
Noch einmal lesen würde ich es indes nicht, weil ich befürchte, dass das Buch den großen und positiven Erinnerungen, die ich damit verknüpfe, mit einem Abstand von inzwischen 14 Jahren nicht mehr gerecht würde, aber in gewisser Weise ist und bleibt es "mein" Buch. Und genau das möchte ich mir - dankend - bewahren.

Meine Fragen an Euch:
Wie seid ihr zum Lesen gekommen? Seid ihr schon immer LeserIn gewesen oder gibt es auch für euch ein Buch, dass euch aufs neue für das Lesen begeistert habt? Sollte dem nicht so sein: Welches Buch aus der Kinder-/Jugendzeit ist euch am nachdrücklichsten in der Erinnerung geblieben?

Artikel eingestellt von: +Torsten Woywod

Kommentare

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Tabalus kommentierte am 27. November 2013 um 12:10

Ich würde mich jetzt nicht als "Immer-Leser" beschreiben, aber "Wieder-Leser" trifft auch nicht ganz auf mich zu. Natürlich hatte ich auch mal Phasen in denen ich gar kein Buch gelesen hab, aber eigentlich hatte ich nie das Gefühl mit dem Lesen aufgehört zu haben und dass mich dann "ein Buch" wieder zurückgebracht hat.

Man kann aber sagen, dass "Die Trolle" von Christoph Hardebusch mich dazu gebracht hat mehr Fantasyromane zu lesen, was mein Leseverhalten wohl noch bis heute beeinflusst.

Rissa kommentierte am 27. November 2013 um 12:24

Ich bin eine Immer-Leserin: Lesen gelernt habe ich mit vier Jahren, einen Monat nach dem fünften Geburtstag konnte ich es definitiv, einen weiteren Monat später habe ich meinem Vater einen Brief zum Geburtstag geschrieben, den meine Eltern aufgehoben haben. Bis zur Einschulung eineinhalb Jahre später waren sämtliche Bilder- und Leseanfänger-Bücher, die wir im Haus hatten, gelesen, und bis ich nach dem Abitur ausgezogen bin, hatte ich eigentlich immer ein Buch in der Nähe.

Erst im Studium gab es Wochen und Monate, in denen ich in meiner Freizeit kein Buch zur Hand genommen habe.

Dennoch würde ich sagen, dass es ein wichtiges Buch in meinem Leben gab, und zwar ist dies Die Stimme von Judith Merkle Riley. Dass ich heute am liebsten historische Romane lese, könnte an diesem Roman liegen, einem der ersten Bücher für "Erwachsene", die ich gelesen habe.

missrose1989 kommentierte am 27. November 2013 um 13:10

Ich glaube, ich kann mich auch zu den "Immer-Lesern" zählen, ich lese seitdem ich es selber kann.

Vorher haben mir immer meine Oma oder meine Mama vorgelesen und das erste, an das ich mich erinnern kann, was ich selber gelesen habe, waren Märchen. Ich liebe Märchen, auch heute noch. :-)

Klar ist es in den letzten Jahren schwieriger geworden mit dem Lesen, weil die Zeit immer weniger geworden ist, aber seitdem ich aktiv darüber blogge, geht es viel besser... Es macht mir ausserdem Spaß, über Bücher zu diskutieren und zu schreiben. ♥

Fornika kommentierte am 27. November 2013 um 13:17

Ich bin definitiv eine Immer-Leserin. Lesen gelernt habe ich auch schon vor der Schule und ab da hat mich diese Leidenschaft nicht mehr losgelassen. Klar, es gab Zeiten, in denen ich nicht so viele Bücher geschafft habe, v.a. während der extremen Lernphasen in der Uni. Aber das hatte nichts mit nachlassendem Interesse, sondern schlichtweg mit mangelnder Zeit zu tun.

bücherwurm86 kommentierte am 27. November 2013 um 13:26

Ich ordne mich auch mal bei den "Wieder-Lesern" ein :)

Ich habe zwar auch seit ich lesen gelernt habe immer gern gelesen, aber in der Pubertät hörte es für eine paar Jahre damit auf. Die Bücher die ich da gelesen habe kann man an einer Hand ablesen. Lag einfach daran das mir andere Sachen viel wichtiger waren. Angefangen hatte es dann aber langsam wieder als ich Schwanger wurde. Ich musste während der Schwangerschaft oft ins Krankenhaus und so konnte man sich am besten die Zeit vertreiben :) Seit dem gibt es zwischendurch mal ein paar wenige Tage wo ich gar nicht lese. Aber wie viel und wie oft ich lese, kommt natürlich darauf an wie viel Zeit da ist. Ich versuche aber jeden Tag dann wenigstens ein Kapitel am Abend zu lesen, wenn es mal wieder turbolenter zugeht :)

lila-luna-baer kommentierte am 27. November 2013 um 13:52

Ich bin eigentlich eine Immer-Leserin, Lesen gehörte schon immer zu meinen liebsten Hobbys, schon seit der Grundschule. Es gab nur eine Phase in meinem Leben, in der ich so gut wie nichts gelesen habe: Das war in der Abitur-Zeit und während des Studiums, da war ich schon so mit Fachliteratur zugeballert, dass ich so für mich "privat" keine Lust mehr auf ein Buch hatte. Zu der Zeit hatte ich auch kein einziges ungelesenes Buch (Roman, Krimi) in meinem Regal stehen. Nach Abschluss des Studiums bin ich dann wieder auf den Geschmack gekommen, angefangen hatte es da mit dem Buch "Die Säulen der Erde" von Ken Follett. Das hatte mich so fasziniert, begeistert und gefesselt... Seit dem habe ich im Grunde nicht mehr wirklich aufgehört zu lesen. Es gehört einfach zu meinem Alltag wie Essen und Trinken...

Seraphina kommentierte am 27. November 2013 um 13:55

Ich gehöre zu den *Wieder - Lesern!

Bei mir gibt es hin und wieder mal eine Leselücke in meinem Leben und das Buch was mich dann zum Wieder -  Leser gemacht hat war dann Sakrileg von Dan Brown!

Lea kommentierte am 27. November 2013 um 14:08

Kindheits- und Immer-Leser, ganz klar! Und irgendwie vermisse ich meine Pixie-Bücher :)

gedankenchaotiin kommentierte am 27. November 2013 um 14:15

Angefangen hats mit "Damals war es Friedrich", was wir in der Schule lesen mussten, aber erst "Die unendliche Geschichte", von Michael Ende und die Bücher von Astrid Lindgren haben mich vollends zur Leseratte gemacht und inzwischen kann ich mir ein Leben ohne Bücher echt gar nicht mehr vorstellen.

Lesezeichen13 kommentierte am 27. November 2013 um 14:31

Ich bin auch eine "Wieder-Leserin", denn bei mir gab es auch einige Lesepausen. Seit ein paar Jahren gehört LESEN wieder zu meinem größten Hobby. :-)

 

 

Lrvtcb kommentierte am 27. November 2013 um 15:00

Meine Mama hat mir immer vorgelesen und siehe da, sobald ich lesen gelernt konnte, habe ich auch angefangen zu lesen. Bin also ein typischer "Immer-Leser". 

Es gibt gar kein einzelnes Buch, dass mir aus der Kindheit besonders in Erinnerung geblieben ist. Es gibt da einfach sehr viele. Zum Beispiel "Die kleine Raupe Nimmersatt", "Lars der kleine Eisbär" oder "Das Apfelmännchen".

kommentierte am 27. November 2013 um 22:06

"Die kleine Raupe Nimmersatt" hab ich auch, hat man mir meist vorgelesen und ich hab mir die Bilder angeguckt......das Buch hab ich noch, Dank meiner "Westtante", die leider nicht mehr lebt. Ich werde es mir stehts bewahren, es ist mir halt zu wertvoll! 

Steffi1904 kommentierte am 27. November 2013 um 15:01

Ich bin eigentlich eine Immer-Leserin, trotzdem gibt es wohl ein Buch, dass mich zur Leseratte gemacht hat.

Meine Eltern habe mir immer viel vorgelesen, als ich dann angefangen hab lesen zu lernen, musste ich leider feststellen, dass das nicht so zu meinen Stärke gehört, also hab ich es nicht gemacht. Meine Eltern haben aber nicht locker gelassen und Buch um Buch angeschleppt, bis irgendwas mit Lackschuhen kam, den genauen Titel weiß ich nicht mehr. Die Geschichte fand ich so spannend, dass ich immer weiter lesen wollte trotz aller Probleme, und danach hab ich alles dafür getan meine Leseschwäche zu bekämpfen.

katze-kitty kommentierte am 27. November 2013 um 15:09

Bin auch ganz klar eine Immer-Leserin. Habe als Kleinkind schon vorgelesen bekommen und als ich selbst lesen konnte, konnten meine Eltern mir nicht so viele Bücher kaufen, wie ich "Lesehunger" hatte. Deswegen war ich schon seit Grundschulalter Mitglied in einer Bücherei, die ich sehr oft besucht habe.Das alles hat sich so durch mein ganzes Leben gezogen. Ich kaufe viele Bücher, leihe immer noch viele aus und bin seit ca. einem Jahr auch Besitzerin eines e-readers, den ich neben den "normalen" Büchern auch sehr gerne nutze ! 

Marron kommentierte am 27. November 2013 um 15:24

Ich bin wohl eine "Immer-LeserIn". Ich hab mit vorgelesenen Büchern angefangen und bin natlos übergegangen. Ich hatte immer Glück, dass ich nie mehr als ein paar Monate ohne gutes Buch zubringen musste. Meine Eltern sind beide auch "Heavy-Leser" und haben mich immer gut versorgt.

Dorothea kommentierte am 27. November 2013 um 15:25

Ganz klar Immerleserin, bin schon seit Kindertagen Mitglied in einer Bücherei, habe jede Menge ausgeliehene Bücher, neu erworbene Bücher im Regal, bin leidenschaftliche Büchermarktbesucherin. Mit 9 Jahren bekam ich von einer Tante "Der Trotzkopf" geschenkt, dieses Buch war sehr nachhaltig.

mesu kommentierte am 27. November 2013 um 15:34

So ist es auch bei mir. Immerleserin! Früher Pixibücher, dann Pippi Langstrumpf und nicht zu vergessen die Hanni und Nanni Bücher. Einen Büchereiausweis hatte ich natürlich auch. Da meine Schwester auch eine Vielleserin ist, habe ich mir auch oft Bücher von ihr ausgeliehen. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Einmal Bücherleser- immer Bücherleser!

klimperfee kommentierte am 27. November 2013 um 15:43

Ich bin ein richtiger Immer-Leser. Meine Eltern haben mir früher sehr viel vorgelesen und mein Lieblingsbuch war das Buch vom Hasen Franz (egal zu welcher Jahreszeit) Ich kann bis heute einige Textpassagen auswendig (womit ich als dreijährige meine Mama und Oma geschockt hab weil ich meinte ich könnte lesen, ist leider aufgeflogen weil ich an total falschen Stellen mit dem Finger war und total falsch umgeblättert hab, meine Oma behauptet ich hätte sogar das Buch falschrum gehalten aber das halte ich für erfunden ;-))

In der Grundschule hatte ich dann einen Ausweis von der Bibliothek und wir sind da so einmal die Woche hingefahren und obwohl ich auch ein typisches Draußen-Spiel-Kind war ist das Lesen immer mein treuer Begleiter gewesen!

coala kommentierte am 27. November 2013 um 15:44

Oh ja, ich bin auch eine typische Immer-Leserin und bin praktisch in einem Buch-Verrücktem Haushalt aufgewachsen. Meine Mama steckt ihre Nase auch ständig zwischen bedruckte Blätter und so hat es mit intensivem Vorlesen angefangen, erste Bilder-, dann Pop-Up-Bücher, Kinderbücher, Märchenbücher, Abenteuerbücher, Jugendbücher, Romane und und und

Eine lange und wundervolle Geschichte der liebe zum grdruckten Wort  <3
Büchereisausweis hatte ich natürlich auch, habe jedoch schnell gemerkt, dass ich zur Spezies der Bücher-Sammler gehöre und die Bücher vor und nach dem Lesen gerne isn Regal stelle und bewundernd anschaue :)

Giselle74 kommentierte am 27. November 2013 um 22:35

Diese Aussage kann ich komplett so, wie sie da steht übernehmen. Bei uns wurde auch immer gelesen, wir sind buchnärrisch -  und selbst den aufgegebenen Büchereiausweis gibt es... :-D

Akashaura kommentierte am 27. November 2013 um 15:58

Lmmer leser mit schwankendem Buch konsum könnte passen .Da es auch Pfasen gab wo ich wenig gelesen habe ,aber aufgehört hab ich nie. Glaube am stärksten ist mir Ronja Räubertochter in erinnerung geblieben. :-)

Angelheart76 kommentierte am 27. November 2013 um 16:37

Weil meine Mutter es irrtümlich für ein Kinderbuch hielt, bekam ich zu meinem 10. Geburtstag Stephen Kings "Friedhof der Kuscheltiere" von ihr geschenkt. Ich habe Bücher schon vorher sehr geliebt, also las ich es und das war der eigentliche Beginn meiner Lesesucht ;) und ich begann Bücher regelrecht zu verschlingen.

Bedingt durch Ausbildung, Gründung einer eigenen Familie, etc. kam dann irgendwann eine Zeit, wo ich viel weniger las. Bis mir dann eines schönen Tages "Die Säulen der Erde" von Ken Follett in die Hände fiel. Das Buch hab ich innerhalb Rekordzeit gelesen und seitdem geht es keinen Tag mehr ohne wenigstens ein paar Seiten gelesen zu haben.

Borkum kommentierte am 27. November 2013 um 16:38

Ich bin ganz klar eine Immer-Leserin und in der Familie völlig aus der Art geschlagen. Eine Oma wohnte mit im Haus und die hat mir immer Märchen vorgelesen. Nachdem ich dann selber lesen konnte, bekam ich jede Woche beim Großeinkauf ein Pixibuch mitgebracht. Von unserem Schuster gab es die sogenannten "Lurchihefte" von Salamander. Nachdem die verschiedenen Verwandten akzeptierten hatten , dass Lesen für mich eine tolle Sache war, bekam ich von allen Seiten Nahrung für den unstillbaren Hunger: Trotzkopf, Hanni und Nanni, Dolly, Nesthäkchen, die Bücher von Karl May usw.

Weihnachten und Geburtstage waren nur Festtage, wenn ein Bücherstapel zusammen kam. Meine Eltern hatten schon Schwierigkeiten damit, dass ich mir immer nur Bücher gewünscht habe - wie gesagt, habe als einzige das Lese-Gen in der Familie ;-).

Stelle gerade fest, dass es einigen meiner (nicht so lesefreudigen) Freunden heute genauso geht - wobei es heute mehr der Büchergutschein ist, den ich mir wünsche.

Fräulein Bücherwald kommentierte am 27. November 2013 um 17:00

Ich bin definitiv auch eine Wieder- Leserin. Als Kind habe ich alle verschlungen, was mir zwischen die Finger gekommen ist und dann im schlimmsten Pubertätsalter 15-17 gab es eine ziemlich lange Pause. Trotzdem war ich immer die mit dem riesigen Bücherregal im Zimmer, das noch von vergangenen Zeiten gezeugt hat.

Mit 18/19 war ich so mit dem Abitur und dem Eintritt ins Studium beschäftigt, dass ich fast nur noch Fachliteratur gelesen habe und die Romane definitiv zu kurz gekommen sind.

Seit diese Phase vorbei ist, lese ich aber wirklich viel - zumindest solange es die Zeit und die Arbeit zulässt.

GrellSutcliff kommentierte am 27. November 2013 um 17:14

Ich gehöre definitiv zu den Immer-Lesern!

Als Kind hat meine Oma mir immer wieder Grimms' Märchen vorgelesen und sobald ich selber das Buchstabenchaos auf den Seiten entziffern konnte, wagte ich mich sofort an Harry Potter. Ganze 4 Monate habe ich als zarte achtjährige hinter diesem Buch verbracht! Sobald es ausgelesen war, folgten immer neue Bücher, schnell wurde ich Stammbesucherin der Stadtbibliothek, Mitglied im Leseclub, etc.

Mit etwa 14 Jahren kamen Manga dazu, Romane werden aber auch immer noch regelrecht verschlungen. Mittlerweile bin ich 19 und verfüge über eine Art Heimbibliothek, auch wenn sie meines Erachtens gerne noch weiter wachsen kann, denn vom Lesen bekomme ich nie genug! :)

nikolausi kommentierte am 27. November 2013 um 17:14

Als Kind war ich eine richtige Leseratte. Ich bin sicherlich einmal die Woche in unserer örtlichen Stadtbibliothek gewesen, um mir Bücher auszuleihen. Ich erinnere mich gut daran, sämtliche Bände von den Drei Fragezeichen und von Enid Blyton verschlungen zu haben. Als es in unserer kleinen Bücherei nichts mehr für mich gab, habe ich meinen Vater eingespannt, der in einer größeren Stadt arbeitete und für mich aus der dortigen Bibliothek Lesestoff mitbringen musste. Während des Studiums und der Familiengründungsphase habe ich dann wenig gelesen. Erst seitdem meine Kinder ihre eigenen Wege gehen, bin ich wieder eine Leseratte.

Goldstück90 kommentierte am 27. November 2013 um 17:35

Ich bin wahrscheinlich eine Mischung aus beiden :D

Irgendwie bin ich zwar Immer-Leser, da ich als Kind schon vile Vorgelesen bekommen habe und dann als ich lesen konnte auch selbst viele Pferdebücher gelesen habe und auch oft in der Bibliothek unterwegs war. Die Leidenschaft ging dann aber richtig intensiv mit Harry Potter los und seitdem habe ich immer irgendein Buch am Wickel :)

lesebrille kommentierte am 27. November 2013 um 17:57

ich bin auch eine Immer-Leserin. zwar mir Phasen,wo ich weniger gelesen habe,aber Bücher gehören einfach zu mir. Ohne Buch bin ich kaum anzutreffen.

anna1965 kommentierte am 27. November 2013 um 18:37

Ich bin eine Wieder-Leserin. In meiner Jugend habe ich Hanni und Nanni und die 3 Fragezeichen - Serie gelesen. Da war bestimmt noch mehr, aber weiß nicht mehr so genau. Ach ja, und alles zum Thema Sience Fiction war auch interessant für mich - ich wollte nämlich Astronautin werden :-). Dann war irgendwann eine Lücke. Ich muß so um die 20 gewesen sein, da habe ich mir wieder das erste Buch für einen Urlaub gekauft. Das war "Sarum" von Edward Rutherford. Danach war ich wieder infiziert und seitdem lese ich durchgehend.

Übrigens: Sarum ist ein supertolles Buch, auch nach so vielen Jahren bin ich noch ganz begeistert davon.

biadia kommentierte am 27. November 2013 um 18:42

-ich bin ganz sicher auch ein "Immer-Leser". Meine früheste Erinnerung ist das Bilderbuch "der Esek Benjamin", das gabs im Kindergarten und ich habe es geliebt. Mein erstes Selbst-Lesebuch war "Der Igel Kasimir". Danach kam so das übliche: Pferdebücher, Hanni und Nanni, Dolly...

Mein erster Lieblingsautor, von dem ich alle Bücher haben musste (und muß) ist Stephen King.

Heute lese ich fast alles, an Genres bin ich nicht gebunden. Hauptsache die Geschichte stimmt.

kommentierte am 27. November 2013 um 19:08

Ich bin eher der "Zwischendurch-Leser". Da ich so meine Zeiten habe in denen ich garnicht so dazu komme Bücher zulesen. Überwiegend aber lese ich sehr gerne in der Herbst- & Winterzeit. Da ich da lieber zuhause bin & dann schon mal das ein oder andere Buch quasi verschlinge ! Früher hat mir meine Mama immer vorgelesen bis ich eines Tages im KIGA selbst zum Buch griff :)

Meine ersten Bücher die ich selber lesen konnte waren "Das Kleine Gespenst" & "Die kleine Hexe" von Ottfried Preußler so wie all die Bücher von dem Sams.

Diese Bücher habe ich noch heute im Besitz <3 Heute lese ich sehr sehr gerne Romane & hin und wieder Fantasybücher.

Crazy-CAT kommentierte am 27. November 2013 um 19:15

Ich hab als Kind schon immer viel vorgelesen bekommen und hab auch schnell angefangen immer mehr selber zu lesen... Wöchentlich wurde unsere kleine Dorfbibliothek, die aus einem ganz kleinem schmalen Raum in der Grundschule bestand geentert... Am Ende hatte ich sicherlich so einiges draus gelesen...

aber was ich immer wieder und sogar mehrmals verschlungen habe - damals wie heute - war Pippi Langstrumpf und Karl Mays Winnetou Romane, egal wie Jung ich in der Grundschule eigentlich war ;-) Die Leidenschaft habe ich da eindeutig von meiner Ma geerbt, was die Kektüre damals anbelangte ;-)

simsa kommentierte am 27. November 2013 um 19:32

Ich bin ganz blöd zum Lesen gekommen.

Klar wurde mir immer sehr, sehr viel vorgelesen, aber das eigene Lesen gefiel mir am Anfang noch nicht. Meine Eltern haben mir angeboten, noch etwas aufzubleiben, wenn ich in der Zeit selber lesen würde.

Das hab ich gemacht, denn welches Kind will schon schlafen? Bereits das erste Buch war klasse, weil es so gar kein Schulstoff war. Ich weiß noch, dass es sich um ein Pixi-Buch gehandelt hat und ich es auch noch habe. Aber welches genau, keine Ahnung.

Ganz wichtig waren für mich aber immer die Bücher von Astrid Lindgren. Ich habe sie schon als Kind gesammelt und sie sahen aus wie neu. Das hat sich nicht geändert.

Nun bin ich eine Mama von zwei Töchtern und ich lese jeden Abend mind. 20 Minuten vor. Meine große Tochter geht in die 1. Klasse und hat ihr erstes Buch beendet.

Und weil wir so eine Ausnahme mit dem Vorlesen sind, gehe ich 1x in der Woche in den Kindergarten und lese auch dort vor. Die Kinder warten schon auf mich und mir macht es unheimlich viel Spaß :)

Lesen ist für mich weit mehr als ein Hobby.

Tallianna kommentierte am 27. November 2013 um 19:40

Ich bin eine Immer-Leserin. Keine Ahnung, wann ich genau lesen gelernt habe, aber irgendwie habe ich immer schon gelesen :). Das Buch, bei dem ich definitiv meine Leidenschaft für Fantasy entdeckt habe, war "Märchenmond" von Hohlbein. Aber auch "Momo" und "Die Brüder Löwenherz" sind mir in Erinnerung geblieben und ich habe die ganz oft gelesen. Davor habe ich auch schon gelesen, aber da waren es eher Märchen- und Kinderbücher. Mit 14 habe ich dann schon Bücher gelesen, die eigentlich für ältere Leser waren und seitdem verschlinge ich so gut wie alles, was gedruckt ist. Außer ich muss es lesen, wie für die Uni ;).

Fjäril kommentierte am 27. November 2013 um 19:40

Ich würde mich als immer Leser ansehen, mein erstes Buch las ich mit vier. Zuhause wurde nicht vorgelesen, meine Mutter hat Zeit ihres Lebens nicht ein Buch beendet, vielleicht zogen mich deshalb Bücher magisch an. Und das ist heute immernoch so. Ohne Buch trifft man mich selten an. Meine Tochter liest auch aber nicht so viel wie die Mama. Aber auch für sie sind Bücher was feines.

Ich lese 50 - 70 Bücher im Jahr quer Beet der Genre.

frell kommentierte am 27. November 2013 um 19:49

Bin auch ein Immer-Leser. Angefangen hat's (wie bei allen vermutlich) mit Vorgelesen bekommen. Dann kamen die Bilderbücher, Pixie-Bücher, die Lustigen Taschenbücher von Walt Disney und die Spider-Man Comics (damals hieß der noch "Die Spinne"). 

Da ich so viel gelesen habe, habe ich zu Weihnachten dann irgendwann mal das erste "Erwachsenen-Buch" bekommen: "Die Reise um die Welt in 80 Tagen".

Und von da an, gab es immer ein Buch, das ich aktuell lese.

Gem kommentierte am 27. November 2013 um 20:06

Ich bin eine 'Wieder-Leserin'. In meiner Kindheit habe ich ziemlich viel gelesen und dann gab es bei mir ein paar Jahre (wie bei einigen anderen hier auch^^) in denen ich gar nicht mehr gelesen habe. Das Buch das mich dann wieder zurück in die Welt der Bücher gebracht hat, war tatsächlich 'Biss zum Morgengrauen' von Stephenie Meyer. ^^ Nach diesem Buch folgte eine Zeit (1-2 Jahre), in der ich kaum etwas anderes tat als zu lesen.^^ Mittlerweile lese ich wieder weniger, aber das ist ok, denn jetzt ist es ein gutes Mittelding geworden: Nicht nur noch Bücher, Bücher, Bücher, aber sie spielen trotzdem noch eine große Rolle. :)

PMelittaM kommentierte am 27. November 2013 um 20:06

Seit ich lesen kann, habe ich immer gelesen. Nach meiner Erinnerung war "Heidi" von Johanna Spyri mein erstes selbst gelesenes Buch. Ich war schon als Kind Stammgast in der Bücherei, vom Zeugnisgeld wurde ein Buch gekauft und die (damals noch relativ wenigen) Bücher, die ich besessen habe, wurden wieder und wieder gelesen. Auch Micky-Maus-Hefte (die ich selten bekommen habe), habe ich geliebt. 

Auch meine Eltern haben gern gelesen, es wurde auch viel vorgelesen - und genauso habe ich auch meinen Kindern viel vorgelesen, die auch begeisterte Leser geworden sind. Bücher gehören in unserer Familie einfach dazu ...

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals kein Buch gelesen habe. Ich schleppe immer etwas zu Lesen mit mir herum, man kann ja nie wissen ...

 

Philippa kommentierte am 27. November 2013 um 20:15

Ich bin auch eine "Immer-Leserin". Seit Kindertagen lese ich. Damals habe ich mir immer die Bücher aus der Schulbibliothek ausgelesen. Dann habe ich die ganzen Reihen durch wie "Hanni und Nanni", "Fünf Freunde", "TKKG", "Bille und Zottel", "Britta" usw.

Dann kamen die Jugendbücher. "Krabat" und "Harry Potter" sind mir da noch gut im Gedächtnis.

Jetzt lese ich alles querbeet und bin eigentlich nie ohne Buch unterwegs.

Tine kommentierte am 27. November 2013 um 20:23

Ich lese schon immer gerne.
Besonders geliebt hab ich Hanni und Nanni♥, vlt auch, weil ich selbst ein Zwilling bin =)

Rollileni kommentierte am 27. November 2013 um 20:39

Ich würde mich auch ganz klar, als "Immer-Leserin bezeichnen. Von meiner Mutter bekam mich die die Pixie-Bücher", "Ich heirate eine Familie" oder Märchen vorgelesen, im Kindergarten war,war es der  "Räuber Hotzenplotz" oder die "Kleine Hexe". Als ich 11 war war,wurde die örtliche Gemeindebücherei eröffnet. Von da an nahm das Leseglück seinen Lauf. Gelsen habe ich sämtliche gelben Schneiderbücher, "Pipi Langstrumpf", "Karlsson vom Dach" von Astrid Lindgren, das "Doppelte Lottchen", die Pferderomane von Harriet Buchheit, "Reiterhof Dreililien", die "Pferdeheimat im Hochland"-Romane und so einiges mehr...

FrlSpatz kommentierte am 27. November 2013 um 21:50

Ich bin eindeutig "Immer-Leserin" ;) Meine Eltern haben uns mindestens jeden abend vorgelesen, meistens noch häufiger. Ich konnte wohl die meisten Bücher auswendig, wenn ich den Erzählungen glauben darf. Ich konnte es dementsprechend gar nicht abwarten, endlich in die Schule zu kommen und lesen zu lernen. Lese-Lücken gab es nie. Mein Bruder allerdings (der ja genauso groß geworden ist), liest glaub ich seit Jahren nichts mehr. Und in der Schule hat er auch nur die Pflichtlektüre gelesen, die ich meistens (freiwillig) vor ihm durch hatte ;)

kommentierte am 27. November 2013 um 22:00

Gelesen habe ich eigentlich schon immer, nur zu meiner Schulzeit, war das, wegen der Schullektüre, definitiv nicht mein Ding! Abgesehen davon, daß unsereins zu DDR Zeiten nicht solch Lektüre zur Verfügung hatte, weil es einfach keine gab, wie in den alten Bundesländern, war das Lesen nie so richtig Bestandteil meines Lebens geworden......so richtig fing das, bewußt, vor ca. 5 Jahren an, als auch solche Reihen wie "Dragon Love", "Argeneau - Reihe" etc. auf dem Markt erschienen, daß sich mich ein regelrechtes Lesefieber gepackt hatte und noch hat.Seitdem bin ich büchersüchtig (andere haben auch ihre eignen Süchte!) geworden. Ich würde mich als Immerleser bezeichnen, denn Wiederleser trifft auf mich nicht zu......  Ich hatte zwar mal wieder eine Leseflaute vor kurzem zu verbuchen, aber mittlerweile geht das wieder.....hoffe, das bleibt auch so! 

Janine2610 kommentierte am 27. November 2013 um 22:02

Ich würde mich auch eher als "Immer-Leserin" beschreiben. Ich kann mich nicht erinnern, dass mich ein ganz bestimmtes Buch zum Lesen gebracht hätte.

Unsere Mama hat meinen Brüdern und mir, als wir klein waren, immer sehr viel vorgelesen, meist abends vor dem Schlafengehen noch eine Geschichte. Als ich dann in der Volksschule lesen gelernt habe, habe ich schön langsam dann auch angefangen selbst Bücher zu lesen. Ich habe früher aber nie so "fanatisch" gerne gelesen wie heute bzw. hat mir nichts gefehlt, wenn ich mal ein paar Tage oder auch Wochen (so genau weiß ich das nicht mehr) nichts gelesen habe.

Und an mein erstes richtiges Buch kann ich mich nicht mehr so gut erinnern, ich weiß aber auf jeden Fall noch, dass ich es in der Volksschule gewonnen habe und ich es so toll fand, dass ich es sogar zwei Mal gelesen habe. - Ich weiß den Titel zwar nicht mehr, aber wenn ich das Cover sehe, dann weiß ich ganz sicher gleich, dass es das ist. - Ich sollte mich echt mal auf die Suche nach dem Buch machen, dass muss bestimmt noch irgendwo bei uns Zuhause herumliegen... ;-)

Tita86 kommentierte am 27. November 2013 um 22:08

Ich bin ganz klar eine Immer-Leserin und meinen Eltern heute sehr dankbar, dass sie es mir vorgelebt haben. Ich hoffe, dass meine Kinder diese Leidenschaft auch teilen werden.

Welches Buch mich zur Immer-Leserin machte, daran kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Es wird wohl etwas in Richtung Hanni und Nanni gewesen sein :-)

Wildcat kommentierte am 27. November 2013 um 22:11

Ich glaube ich hatte nur eine kleine Pause zwischendrin. Auf jeden Fall bin ich mit den Büchern der Tempe Brennan-Reihe von Kathy Reichs zur absoluten Vielleserin mutiert.

B. Lesen kommentierte am 27. November 2013 um 23:31

Es hat klassisch angefangen: Meine Eltern haben mir mindestens jeden Abend etwas vorgelesen und sobald ich selbst lesen konnte, habe ich alles verschlungen, was mir meine Mutter in die Hand gab. Welches Buch das erste oder prägende war, kann ich nicht sagen.
Als Teenager gab es eine Phase, in der ich mich weder in der Kinder- noch in der Erwachsenenliteratur wirklich zu Hause gefühlt habe. In der Zeit habe ich zwar einiges ausprobiert, aber insgesamt wenig(er) gelesen. Ich würde sagen, ich bin eine immer-wieder-LESERIN. =)

Übrigens gibt es auch die Immer-Leser, die nicht bereits in der Kindheit "süchtig" waren. Meine beste Freundin ist ein gutes Beispiel: Bis ich angefangen habe ihr interessante Stellen meiner damaligen Lektüre vorzulesen, hatte sie Bücher nur dann in der Hand, wenn es in der Schule Pflicht war sie zu lesen. Ihr erstes selbstgelesenes Buch war ein 1117-Seiten-Schmöker.

Branna kommentierte am 27. November 2013 um 23:36

Ich bin eine Immerleserin. Allerdings kann ich nicht sagen, welches Buch mir am Besten in der Erinnerung geblieben ist, da ich viele Bücher von Cornelia Funke gelesen und geliebt habe, aber auch die Lotta-Bücher von Astrid Lindgren oder die ganzen anderen typischen Klassiker von ihr wie z.B. Mio mein Mio oder Brüder Löwenherz, Die Kinder von Bullerbü etc.
Oder Michael Ende, Otfried Preußler oder R.L. Stine. Mit 9 Jahren wurde ich auch unglaublicher Kai Meyer-Fan.
Ich habe nicht DAS Buch, ich war schon immer Bücherverliebt.

Hans kommentierte am 28. November 2013 um 00:25

hmmm.. das is schwierig. Also, immerleser war ich nicht, aber hab schon immer mal wieder was gelesen. glaube so mit 12 hab ich angefangen immer ein buch mit mir rumzuschleppen. Da waren es allerdings noch Cumicbücher dannach Drei ???-Bücher, so mit 14-16 ging es mit den King-Büchern los. :)

Matthijs van Asten murmelte am 28. November 2013 um 01:41

Meine Mutter hat mich sehr früh zum Lesen gebracht. Durch ihre Arbeit in unserer Stadteilsbibliothek war die Bücherei für mich immer auch Spielplatz und Kinderhort Von der Kinderecke über Benjamin Blümchen, hin zu Asterix, Lucky Luke Tim und Struppi, TKKG, fünf Freunde bis schließlich Astrid Lindgren Christine Nöstlinger und Gudrun Pausewang hatte ich quasi die ersten 13 Jahre meines Lebens ständig Druckerschwärze auf der Nase

Mit 13 tauschte ich die Stille des Lesens gegen die wohlige Klangvielfalt des Punkrocks surfte die Welle des Grunge bis weit über ihr Ende hinaus und las nur noch von Zeit zu Zeit (aber nur Kafka und Brecht). Darauf folgte eine lange Lesepause. Bis ich ungefähr 23 war las ich nur Pflichtlektüren für Schule und Studium. In diesem Jahr kam ich 23-jährig durch Zufall mit dem Theater in Berührung und las auf einer winterlichen Zugfahrt in die verstohlen-schräge Kleinstadt Gießen das Buch Mysterien von Knut Hamsun. Ich war sofort gefangen in der Geschichte um den sonderbaren Fremden in dem gelben Anzug und dem Geigenkasten unter dem Arm. Hinzu kam das justament in diesen Tagen Roger Willemsen das Buch in einer Sendung (ich glaube Elke Heidenreichs lesen[?]) vorstellte und er (und ich als Zuseher) der einzige war dem das Buch gefiel. Das Buch über den Außenseiter war nun in dieser Sendung selbst zum Außenseiter geworden, ich liebte es; Ein herrlicher Moment. Seitdem lese ich mal mehr mal weniger leidenschaftlich in der Hoffnung ein Buch zu finden das mich ebenso einmantelt umfasst einfach über die blossen Seiten hinaus berührt. Aber diese Bücher sind bisweilen rare Schatten an der gleißend-hellen Neoreklamewand des Buchmarktes.

Das Buch das mich aus Kindertagen noch heute beeinflusst (und wohl auch das meistgelesenste Buch meines Lebens ist) ist Kalle Blomquvist, ewig unterschätzer ewig träumerischer größter Meisterdetektiv aller Zeiten.

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