Buch

Nichts als Gutes -

Nichts als Gutes

von Stefan Slupetzky

Über Tote, heißt es, soll man nichts als Gutes sagen. Stefan Slupetzkys pointierte und hintergründige fiktive Grabreden erzählen ebenso viel über die Verstorbenen wie über die Redner selbst.Grabreden sind eine literarisch vernachlässigte Kurzform des biografischen Erzählens. Stefan Slupetzky lässt in seinen Miniaturen seine Grabredner und Grabrednerinnen stets nicht nur über die Toten, sondern auch über sich selbst erzählen, über Versäumnisse und Sinn des eigenen Lebens: Der Chef eines tüchtigen Mitarbeiters muss erkennen, dass es über den Toten schier gar nichts zu sagen gibt, eine Grabrede für einen verstorbenen Grabredner, ein Stand-up-Comedian, der dem Toten die Pointen neidet, ein Interessensvertreter, der den Anlass zu einer politischen Ansprache nutzt oder ein Geistlicher, der in der Trauerrede die Identität eines Mädchenmörders enthüllt.Stefan Slupeztky findet das Komische im Tragischen und zaubert Leserinnen und Lesern ein Schmunzeln ins Gesicht.

Rezensionen zu diesem Buch

Intelligent, aber nicht todernst

REZENSION – Der Tod eines Menschen ist das natürliche Ende eines mehr oder minder aufregenden Lebens. Ebenso nüchtern und mit dem intellektuellen Abstand eines Schriftstellers vergleicht Stefan Slupetzky (59) in seiner im September beim Picus Verlag erschienenen Sammlung fiktiver Grabreden unser Leben mit einem Buch. Dessen vorderer Deckel entspricht einer sachlich gehaltenen Geburtsurkunde mit Namen des Neugeborenen (Buchtitel) und Angabe der Eltern (Verfasser, Verlag, ISBN). Nach Abschluss...

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Über die Toten nichts Schlechtes

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, auch wenn es etwas Makaberes an sich hat, denn es ist eine Sammlung von Grabreden.

Diese Reden sind rein fiktiv, aber dennoch scheint man die Personen, von denen sie handeln, zu kennen. Dem Autor ist es wirklich gut gelungen, Verstorbene zu erschaffen, die jeder von uns gekannt haben könnte.

Die Trauerreden sind auch nicht alle traurig, manche sind Abrechnungen, manche sind Eröffnungen, manche Geständnisse usw. Ich fand alle wirklich...

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Der Klappentext des Lebens...

Bei "Nichts als Gutes" von Stefan Slupetzky handelt es sich um ein ganz ungewöhnliches Büchlein.
Stellen wir uns folgende Situation vor: Man steht am Grab eines bekannten oder sogar geliebten Menschen. Der eine verspürt Erleichterung, der andere ist von Trauer zerfressen. Aber alle hatten eine Verbindung zu dem Menschen, der jetzt in einer Urne oder in einem Sarg vor einem liegt. Doch sagt man die Wahrheit in diesem Augenblick, oder beschönigt man alles, da man nichts negatives über...

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Lauter Reden

Zuerst war ich ja skeptisch. Wie können Grabreden Literatur sein?
Aber schon mit der ersten Geschichte konnte der österreichische Schriftsteller Stefan Slupetzky mich überzeugen. Er macht natürlich Geschichten aus den Grabreden. Was da alles erzählt wird.
In der ersten Rede ist ausgerechnet ein Grabredner gestorben. Sein Kollege und Freund hält dann die Rede und es nimmt eine unerwartete Wende.

Wesentlich distanzierter zum Verstorbenen ist die zweite Rede, Mustermann....

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Nicht immer nur Gutes

Wie kommt man darauf fiktive Grabreden zu schreiben? Wie auch immer, Stefan Slupetzky hatte damit einen guten Einfall.
Seine Grabreden legen Abgründe offen, überraschen mit absonderlichen Wendungen, lassen tief blicken. Sie sind vorallem nicht immer wohlmeinend, sondern werfen auch Schatten auf die Betreffenden. Die Trauergemeinden, wenn es denn welche gibt, erfahren das ein oder andere Unerwartete. Oftmals sagen die Reden mehr über die Redner selbst, als über die Verstorbenen. Das...

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Überraschend unterhaltsam

Das Büchlein besteht aus 16 fiktiven Grabreden und einigen kleineren Absätzen „aus aller Welt“. Das Cover lässt schon erahnen, dass man es mit Humor lesen sollte. Die Reden sind flüssig geschrieben mit verspielter, poetischer, aber nie gekünstelter Wortwahl. Sie lassen auf den Redner mehr Rückschlüsse zu als auf den Verstorbenen – aber das ist so gewollt und besonders unterhaltsam. Die Grabreden sind traurig und witzig, teilweise mit bösem Humor gespickt und so manche Rede hat eine...

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Grabreden

 

„Nichts als Gutes“ ist der zweite Roman den ich von dem Österreichischen Schriftsteller Stefan Slupetzky gelesen habe.

Im Vorwort spielt er mit seinem urigen eigenartigen Humor, mit markigen Worten. Teilweise war ich seiner Meinung.

Dann erzählt er die 17 Grabreden.

Da kommt oft der österreichische Humor zu Wort.

Hier sind die Grabreden nicht immer nur Gutes, sondern ehrlich und direkt. Da kommt es dann zu einer Art Abrechnung.

Er erfindet immer...

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Trauerreden mal ganz anders

Als ich das schlichte und doch sehr aussagekräftige Cover gesehen habe, wollte ich die darin abgedruckten Grabreden sofort lesen. Als ich dann gelesen habe, dass der Autor hier keine „echten“ sondern fiktive letzte Grüße an die Verstorbenen hat richten lassen, war ich noch neugieriger.

Stefan Slupetzky hat eine sehr poetische, manchmal sarkastische Art, das Leben in einer Grabrede vorzustellen. Mir gefällt, wie er es mit einem Buch vergleicht: den vorderen Deckel versehen mit Namen...

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Wahrhaftigkeiten

Wahrhaftigkeiten

Der österreichische Autor Stefan Slupetzky hat mit „Nichts als Gutes“ ein tolles Werk geschaffen. „Nihil nisi bene“ – dieser alte Wahlspruch wird von ihm sehr frei ausgelegt. Über Tote soll man nur Gutes sagen und so konfrontiert uns der Autor mit fiktiven Grabreden, auf fiktive Menschen und von ebenso fiktiven Menschen. Den Anfang macht der Chef des Grabredners, der jetzt plötzlich selbst reden muss, weil sein bester Angestellter verstorben ist. Was da so zutage...

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Schwarzer Humor, geistreich-schräg

 

Über seinen Kriminalroman „Im Netz des Lemming“ lernte ich den Autor kennen und lieben. Der ganz eigene spöttisch-bissige Humor von Stefan Slupetzky trifft mitten in mein Humorzentrum. Und so erging es mir auch mit „Nichts als Gutes“, einer Sammlung von fiktiven Grabreden. Der Autor beherrscht perfekt die Kurzform des biographischen Erzählens, wobei diese Miniaturen eine teilweise perfide, teilweise komisch-traurige Erweiterung finden, indem der Grabredner manchmal von sich selbst...

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Weitere Infos

Art:
Buch
Sprache:
deutsch
Umfang:
160 Seiten
ISBN:
9783711721112
Erschienen:
2021
Verlag:
Picus
9.11111
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 4.6 (9 Bewertungen)

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