Rezension

Interessante Geschichte

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost - Benjamin Read, Laura Trinder

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost
von Benjamin Read Laura Trinder

Bewertet mit 4 Sternen

Handlung
Emily versteht die Welt nicht mehr. Zur Geisterstunde flattern mysteriöse Briefe ins Haus und kurze Zeit später verschwinden ihre Eltern. Kurzerhand schnappt sich Emily ihren Igel Hoggins und macht sich auf den Weg. Dabei stolpert sie in eine andere Welt, trifft auf Londons Straßen Hexen, Kobolde und Dämonen und lernt allerhand über die Mitternachtsstunde. Allerdings scheint sich vieles gegen Emily verschworen zu haben, nur der Nachtwächter-in-Ausbildung Tarquin hilft ihr bei der Suche nach ihren Eltern...

Meinung
Den Großteil der Geschichte habe ich gehört, nur wenige Seiten selbst gelesen. Und eigentlich eignet sich die Erzählung echt gut fürs Hören, sie ist kurzweilig gestaltet und mir ist es super leicht gefallen, ihr zu folgen. Aber mir hat die Sprecherin nicht ganz so gut gefallen. Immer wieder gab es Abschnitte, die echt gut vorgelesen sind und wo mir die gewählten Stimmen sehr zusagen. Und dann folgen aber auch immer wieder Kapitel, wo ich ein bisschen abgeschalten habe. Dies ist immer dann passiert, wenn die Sprecherin eine Stimme so in die Tiefe zieht, dass es für mich unangenehm zu hören war.

Die Sprache war sehr angenehm, sie hat sich leicht verfolgen lassen und befindet sich natürlich auf einem kindgerechten Niveau. Ich mag es, als wie vielfältig sich die erschaffene Welt erweist und wie viele Gedanken hinter der Erschaffung dieser liegen. Vieles macht Sinn, ich konnte mir viele Gebäude und Figuren bildhaft vorstellen und es wurde eine sehr lebendige Geschichte aufs Papier gebracht.

Mir haben Zeitangaben ein wenig gefehlt. Ich finde, dass es nur schwer nachvollziehbar ist, wie viel Zeit seit dem Beginn der Geschichte vergangen ist und es für mich nicht klar ist, über was für einen Zeitraum sich die Ereignisse ziehen. Ich denke, ein paar mehr Informationen dazu wären nett gewesen.

Sehr gefallen hat es mir, was für illustre Personen man im Verlauf der Geschichte kennenlernt. Nicht nur der Igel Hoggins hat es mir angetan, der gern noch häufiger hätte vorkommen können, sondern auch die Figuren in der anderen Welt, die Emily bereist, sind sehr herrlich gestaltet. Es gibt immer wieder was zu entdecken, eine jede Person hat ein einmaliges Wesen erhalten und dadurch entsteht natürlich eine tolle Abwechslung!

Fazit
Die Geschichte hat mir gut gefallen, sie zeichnet eine tolle Welt und hat sich für mich perfekt als Lektüre / Hörbuch für nebenbei geeignet. Die Sprache ist angenehm leicht, ohne Probleme konnte ich der Geschichte folgen und ich finde, dass das Buch eine schöne, leichtere Lektüre darstellt. Und ich kann auch verstehen, weshalb Kinder die Erzählung mögen werden!